Wie Hysincere LiFePO4-Akkupacks fertigt und prüft

Mitarbeiter und Produktionsanlagen in der Akkupack-Fertigung von Hysincere

Bei Hysincere fertigen wir LiFePO4-Akkupacks aus zugekauften Zellen. Am Anfang stehen die Wareneingangsprüfung und das Zusammenstellen passender Zellen. Danach folgen Montage, Prüfung und Verpackung. Dieser Einblick zeigt die Arbeit an unserer Fertigungslinie – mit einem Foto aus dem Werk und einem Beispiel aus unserer BMS-Entwicklung.

Bevor die Zellen in die Montage kommen

Eingehende Zellen werden anhand der Anforderungen des jeweiligen Produkts geprüft. Je nach Prüfvorgabe gehören dazu Aussehen, Abmessungen, Spannung, Innenwiderstand und Kapazität. Anhand der Ergebnisse werden die Zellen sortiert und für die Packs zusammengestellt. Material, das die Prüfung nicht besteht, wird gekennzeichnet und getrennt gelagert, bis über das weitere Vorgehen entschieden ist.

Vor dem Start einer Charge gleichen die Mitarbeiter die Bauteile mit den Zeichnungen und der Stückliste ab, richten die Vorrichtungen ein und wählen das Prüfprogramm. Das erste gefertigte Exemplar wird geprüft, bevor die Produktion weiterläuft.

Diese Vorbereitung ist beim Wechsel zwischen Modellen besonders wichtig. Zwei Akkus können dieselbe Spannung und Kapazität haben, sich aber bei Anschlüssen, Verkabelung oder BMS-Einstellungen unterscheiden. Zum Umrüsten gehören deshalb auch das Entfernen übrig gebliebener Materialien, der Wechsel der Etiketten und die Kontrolle des Prüfprogramms.

Den Akkupack montieren und das BMS prüfen

Die zusammengestellten Zellen werden verbunden und mit Isolierung, Verkabelung und Gehäuse versehen. Das Verbindungsverfahren richtet sich nach Material und Konstruktion. Hysincere setzt unter anderem Laserschweißen und Ultraschall-Metallschweißen ein, wenn sie für die jeweilige Verbindung geeignet sind.

Während der Montage prüfen wir Polarität, Verbindungen, Isolierung sowie die Befestigung der Zellen und Leitungen. Befestigungselemente und Dichtungen werden dort kontrolliert, wo sie zur Konstruktion gehören. Ist eine Nacharbeit nötig, dokumentiert das Team die Reparatur und wiederholt die betroffenen Prüfungen.

Für das Batteriemanagementsystem, kurz BMS, gibt es eigene Prüfschritte: Platinenversion, Messleitungen, Temperatursensoren, Programm und Einstellungen müssen zum Produkt passen. Bei entsprechend ausgestatteten Modellen werden auch Kommunikation und Anzeige geprüft.

Warum das wichtig ist, zeigt ein Entwicklungsprojekt für den Akku eines fahrerlosen Transportfahrzeugs, auch AGV genannt. Das Fahrzeug musste Batteriedaten auslesen und seinen Betrieb mit den Schutzfunktionen des Akkus abstimmen. Unsere Ingenieure arbeiteten an den Nachrichten zwischen BMS und Fahrzeugsteuerung: Welche Daten werden übertragen, und wie soll das Fahrzeug reagieren, wenn eine Schutzfunktion auslöst oder wieder freigegeben wird?

In der Musterphase wurden Kommunikation, Schutzfunktionen und Wechsel zwischen Betriebszuständen gemeinsam mit dem Gerät geprüft. Befestigungspunkte, Kabelführung und Platz für Wartungsarbeiten wurden dabei ebenfalls berücksichtigt. Für die Batteriespezifikation heißt das: Bei der Kommunikation sollte festgelegt sein, welche Informationen das Gerät benötigt und wie es darauf reagiert.

Was die Prüfungen im Werk aussagen

Das folgende Foto zeigt Akkupacks, die in unserem Werk an Prüfgeräte angeschlossen sind. Fertig montierte Packs durchlaufen die für ihr Modell festgelegten Lade-, Entlade-, Alterungs- und Funktionsprüfungen. Auffällige Ergebnisse werden untersucht. Anschließend folgen die erforderlichen Korrekturen und eine erneute Prüfung.

Zwei Mitarbeiter von Hysincere neben Akkupacks, die an Prüfgeräte angeschlossen sind
Akkupacks an Prüfgeräten im Werk von Hysincere.

Jedes Prüfprotokoll nennt Modell und Version, Prüfgerät oder Prüfkanal, Programm, Prüfbedingungen und Ergebnisse. Prüfen Sie bei einem Bericht zuerst das Modell und die Bedingungen. Eine Kapazitätsangabe lässt sich besser einordnen, wenn das Messverfahren bekannt ist. Achten Sie außerdem darauf, ob der Bericht eine Prüfung in der laufenden Produktion, eine Stichprobe aus einer Charge oder eine Prüfung zur Freigabe der Konstruktion beschreibt.

Der Alterungstest in der Produktion hilft, Auffälligkeiten unter einem festgelegten Prüfprogramm zu erkennen. Er belegt für sich allein keine bestimmte Zyklenlebensdauer. Bei einem Ergebnis zur Zyklenlebensdauer gehören Temperatur, Lade- und Entladeraten, Entladetiefe und die Restkapazität, bei der der Test endet, dazu. Unser Ratgeber zur Lebensdauer von LiFePO4-Akkus erklärt, wie Sie diese Bedingungen einordnen.

Die Unterlagen bleiben der Charge zugeordnet

Vor dem Verpacken prüfen wir Modell, Stückzahl, Etiketten, Zubehör und die für den Auftrag vereinbarten Unterlagen. Die Lieferung wird ihrer Produktionscharge, den wesentlichen Materialien, der Produktversion und den Prüfergebnissen zugeordnet.

Diese Aufzeichnungen helfen, wenn ein Kunde später Unterstützung benötigt. Über Modell-, Chargen- oder Serienangaben können wir die zugehörige Ausführung und die Prüfungen finden. Ein Foto des Typenschilds, Angaben zum Gerät und Ladegerät sowie eine Beschreibung, wann das Problem auftritt, helfen uns bei den nächsten Schritten.

Wenn Sie einen Akku als Bleiakku-Ersatz prüfen, nennen Sie uns das gewünschte Modell und die benötigten Prüfunterlagen. Diese Anforderungen können wir bei der Vorbereitung eines Musters oder Auftrags gemeinsam besprechen.

Akkumodell oder Muster besprechen

Teilen Sie uns mit, welches Gerät der Akku versorgen soll und welche Stückzahl Sie benötigen. Gemeinsam prüfen wir ein passendes Modell, besprechen Muster und klären die benötigten Prüfunterlagen.

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